
Aus der Al- felder Zeitung vom 14.08.2010 (ungekürzt)
Zell am See/ Alfeld (AZ).
Es hat Tradi- tion in der fast 60 jährigen Geschichte des Vereins, dass die Piloten des LSV „Thermik“ Alfeld e.V. immer wieder einmal fernab der Heimatbasis Bad Gandersheim ihrem Sport nachgehen. Besonders die Alpenregion sorgte in der Vergangenheit, mit Aufenthalten in Feldkirchen (Kärnten) und Niederöblarn (Steiermark), für eindrucksvolle Flug- erlebnisse.
In diesem Jahr nun wurde Zell am See (Salzburg) zur „Wahlheimat“ des 18-köpfigen Trosses, der sich Anfang Juli mit 3 Segelflugzeugen auf die Reise begab. Betreut wurden die Alfelder vor Ort vom Salzburger Fliegerkameraden Rudi Steinmetz, zu dem schon eine langjährige Freundschaft besteht und der, besonders die Gebirgsneulinge der Gruppe, mit Einweisungsflügen professionell auf das Fliegen im Hochgebirge vorbereitete.
Bei Flughöhen von bis zu 3500 Metern, waren die beiden einsitzigen Maschinen DG 100 und LS 4 sowie die doppel- sitzige ASK 21 mit ihren begeisterten Piloten, am Himmel zwischen Zillertal und Grimming, Großglockner und Steiner- nem Meer anzutreffen.
Die Kitzbühler Alpen, in Segelfliegerkreisen wegen ihrer oft guten Thermikbedingungen „Pinzgauer Spaziergang“ ge- nannt, wurden auch für die Alfelder zur „Rennstrecke“ und zogen die Flieger mit einem atemberaubenden Panorama über die firnbedeckten Gipfel des Alpenhauptkamms in ihren Bann.
Besonders in sportlicher Hinsicht konnte sich das hochalpine Fliegerlager sehen lassen. Über 60 Flugstunden und weit über 3000 Streckenflugkilometer konnten, mit ausge- dehnten Flügen über Gipfel und Täler der Vereinsbilanz hinzugefügt werden! Die größte Strecke flog Reimund Nitz mit 422km, 3 weitere Flüge über 300km erzielten Andreas Wenzeck und Arthur Schlothauer.
Da auch das Wetter mitspielte, wurde die Mischung aus Fliegerurlaub, Leistungsflug und Alpenflugtraining ein voller Erfolg, so dass nicht nur die Piloten, sondern auch die mitgereisten Familienmitglieder auf ihre Kosten kamen.
Bei Ausflügen zur Kitzlochklamm, den Kapruner Stauseen oder den Krimmler Wasserfällen wurde die nahe und weitere Umgebung erkundet. Besonders die Befahrung der Großglockner Hochalpenstraße bis zur Kaiser-Franz-Josef-Höhe am Fuße des Großglockners, entpuppte sich als ein besonderes Highlight des Rahmenprogramms. Einige Wagemutige „erarbeiteten“ sich die durchschnittlich 12 prozentige Auffahrt, über 1600 Höhenmeter zum Fuscher Törl, mit dem Fahrrad und wurden mit einer rasanten Abfahrt durch 20 Kehren, bis ins Tal, belohnt.
Ebenso kamen die Wasserratten unter den Urlaubern nicht zu kurz. Bei angenehmen 26°C Wassertemperatur lud der Zeller See zur Erfrischung bei hochsommerlichen 35°C bis 38°C Lufttemperatur ein.
Die ausgesprochen guten Bedingungen, sowohl am Boden als auch in der Luft, sorgten somit für zwei rundum gelungene Urlaubswochen. Damit sind sich alle einig, dass dies nicht der letzte Besuch der Alfelder Segelflieger bei ihren Fliegerfreunden in Zell am See gewesen sein wird.